Gotthardpass Gotthard Pass Schweiz Switzerland

Der Kurztrip, der alles veränderte

Die Entscheidung, ab 2029 viel zu reisen, wurde auf einem Kurztrip nach Slowenien getroffen.

Nicht sofort.

Zuerst fuhren wir von der Schweiz über Deutschland und Österreich nach Slowenien bis nach Ljubljana, der Hauptstadt Sloweniens.

Ich liebe Roadtrips, bei denen man die Natur einfach an sich vorbeiziehen lassen kann.

Die Berge voraus.

Deutschland - Germany
Berge voraus - Mountains ahead

Vorbei an Burgen.

Burg in österreich - Austria castle

Natürlich dürfen auch keine Kaffeestopps fehlen.

Kaffeepause in österreich - coffee break austria

Und noch mehr Berge.

Berge - mountains europa europe

Bis wir schliesslich bei unserem Hotel in der Nähe von Ljubljana angekommen sind.

Ein herziges Hotel, das vor vielen, vielen, sehr vielen Jahren einmal Napoleon und seine Generäle beherbergt haben soll – zumindest laut einem Hinweisschild im Hotelzimmer. Die Ausstattung des Hotels war ein bisschen an diese Zeit angelehnt.

Figur büste - bust

Das Badezimmer dagegen war sehr modern.

Leider hatte das Element „Lift“ bei der Modernisierung offenbar keinen Platz mehr gefunden.

Und so war ich einmal mehr froh, dass ich immer noch in der Lage bin, Stufen zu steigen. Auch wenn mir das manchmal sehr viel Mühe bereitet. Doch solche Dinge gehören zum Reisen dazu, vor allem, wenn man aus Macht der Gewohnheit nicht geschaut hat, ob die Zimmer barrierefrei sind. Denn: Nicht jedes Hotel ist barrierefrei. Nicht überall gibt es einen Lift. Und manchmal merkt man eben erst vor Ort, dass etwas mehr Kraft kosten wird als gedacht.

Kati auf einer Treppe vor einem Hotel in Slowenien. Rollator ist dabei - Kati on a stair with her walker at a hotel in slowenia

Ljubljana selbst ist eine tolle Stadt.

Der Stadtkern ist recht übersichtlich. Es ist quirlig und lebendig. Es macht den Eindruck, als würden die Bewohner in den Sommermonaten eher draussen als drinnen leben.

Restaurants mit vollen Terrassen. Superfreundliches Personal. Auf Touristen ist man eingestellt und Englisch ist überhaupt kein Problem.

Es war herrlich.

Kurt und Kati in Ljubljana
Ljubljana

Die eigentliche Entscheidung fiel auf der Rückfahrt.

Wir fuhren von Slowenien Richtung Italien, liessen die Landschaft an uns vorbeiziehen, überholten Wohnmobile und redeten über unsere Zukunft.

Was machen wir eigentlich, wenn Kurt pensioniert ist?

Die grosse Frage.

Ich weiss heute nicht mehr, wer von uns sie zuerst gestellt hat. Ich weiss auch nicht, ob eines der Wohnmobile vor uns die Idee ausgelöst hat oder ob sie einfach plötzlich da war.

Aber irgendwann stand sie im Raum:

Was wäre, wenn wir uns ein Wohnmobil kaufen und reisen?

Nicht einfach drei Wochen Ferien.

Nicht ab und zu mal weg.

Sondern richtig viel unterwegs sein. Immer dem warmen Wetter hinterher. Vielleicht auch mehrere Wochen auf dem gleichen Stellplatz sein – die Natur und die Ruhe geniessen.

Und die Reaktion war eigentlich sofort:

Ja. Machen wir. Genau so.

Vorher hatte das nie zur Debatte gestanden.

Und plötzlich war da ein ziemlich konkreter Plan für unser Leben ab 2029.

Natürlich kamen die Fragen gleich hinterher.

Wie lange können wir überhaupt am Stück unterwegs sein?

Was ist mit meinen Medikamenten?

Wie bekommen wir die Kühlung unterwegs zuverlässig hin?

Und können wir uns das finanziell überhaupt leisten?

Vermutlich waren da noch hundert andere Fragen und Gedanken.

Aber die Grundentscheidung war gefallen.

Wir wollten reisen – viel reisen – viel von der Welt sehen.

Wie genau wir das hinbekommen würden, würden wir herausfinden. 

So war der Startschuss für ziemlich viele Überlegungen, Recherchen und Pläne gegeben und der Grundstein für einen neuen Lebensabschnitt gelegt.

Während wir Slowenien hinter uns liessen, machten wir noch einen Abstecher ans Meer bei Triest.

Meer bei Triest Italien - Ocean Triest Italy

Danach ging es weiter in die Schweiz und über den Gotthard-Pass zurück nach Hause.

Gotthardpass Gotthard Pass Schweiz Switzerland
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Wir waren also nur ein paar Tage in Slowenien gewesen – und kamen mit einem Plan für unser Leben nach Kurts Pensionierung zurück.

Wie ich finde – einen richtig guten Plan.

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