Wie wollen wir reisen? How do we want to travel?

Wie wollen wir reisen?

Es ist schnell mal gesagt: „Komm, lass uns nach meiner Pensionierung reisen gehen.“

Je mehr wir nachdachten, desto mehr Möglichkeiten tauchten auf. Und jede hatte irgendwo einen Haken.

Aber mal von Anfang an:

Was ist für uns die beste Art ab 2029 zu reisen?

Das war der Start für sehr viele neue Fragen mit sehr vielen möglichen verwirrenden Antworten.

Mögliche Antworten auf mögliche zukünftige Reiseformen:

1. Mit dem Wohnwagen und Zugfahrzeug

Gute Idee. 
Beides vorhanden.

Wohnwagen-Zugfahrzeug-Gespann

Das Zugfahrzeug… muss evtl. ersetzt werden, weil schon über 200.000 km auf dem Zähler.
Man könnte ein gleiches Fahrzeug im Occasionbereich kaufen.
Neue Fahrzeuge von der Art gibt es nicht mehr.
Andere Zugfahrzeuge, ich mit meiner Vibrationsempfindlichkeit. Das könnte schwierig werden.

Gibt es überhaupt noch unser jetziges Fahrzeug mit einem geringeren Kilometerstand in einem guten Zustand?

Immerhin ist der Wohnwagen bereits auf unsere Bedürfnisse angepasst. Mit ein paar kleinen Modifikationen eignet er sich hervorragend, um länger darin zu leben.

Was ist, wenn wir das Gespann nach USA/Kanada verschiffen?
Was kostet das?
Geht das überhaupt?
Welche Modifikationen braucht der Wohnwagen?
Wie lang kann man das Gespann einführen?

2. Mietwagen + Hotel

Für USA/Kanada könnten wir mit Mietwagen und Hotel unterwegs sein.

Nur wie lange reicht da das Budget? 
Ist das praktikabel?
Wollen wir das? 
Alle paar Nächte in einem anderen Hotel einchecken.
Aus dem Koffer leben?
Immer essen gehen. Uns nicht selbst bekochen können.
Kein wirklicher Rückzugsort.

3. Für USA/Kanada einen Wohnwagen und ein Zugfahrzeug kaufen

Könnte man machen.
Es gibt tolle amerikanische Wohnwägen. Ich habe wahrscheinlich mehrere hundert angeschaut und die Grundrisse begutachtet. Zum Teil haben sie vollwertige Badezimmer und sogar einen Backofen. Das wäre alles toll.
Nur bindet das viel Geld mit dem man viel anderes machen könnte.
Ausserdem bindet man sich damit stark an Nordamerika.

Und – ich greife vorweg –  ein paar Wochen nachdem der Gedanke verworfen wurde. 
Gut sind wir diesen Weg nicht gegangen, denn ich bin fast überzeugt, dass diese Wohnwägen ausschliesslich mit Kompressorkühlschränken ausgestattet sind, die für meine Vibrationsempfindlichkeit nicht geeignet sind.

4. Campervan/Wohnmobil – teilintegriert oder vollintegriert oder Hybrid

Ja, genau so wie ihr unter Umständen gerade schaut, habe ich auch geschaut.

Ich versuche es einmal zu erklären.

Vollintegrierte Wohnmobile sind diese riesigen Schlachtschiffe ohne sichtbar abgegrenzte Führerhauskabine.
Das kam für Kurt von Anfang an nicht in Frage.

Teilintegriert: Ihr ahnt es. Dort gibt es eine sichtbare Führerhauskabine.

Campervan: Ein umgebauter Bus/Kleintransporter. 

Hybrid: Der Mix zwischen Teilintegriert und Campervan. Im Prinzip ist „die Kiste“ hintendrauf beim Hybrid genauso breit wie die Führerhauskabine, was ihn mehr kastenwagenähnlich macht.

Wir haben uns als erstes einen Campervan angeschaut.
Die Argumente für den Campervan waren ganz einfach. Er ist kompakt und somit könnte ich ihn auch fahren, wenn ich müsste, wenn es ein Automat ist.

Kurt hat recherchiert und einen tollen Campervan für uns gefunden. 

Ich war schon etwas verliebt in ihn. Alles kompakt und trotzdem genug Platz, um mich zurückzuziehen, wenn die Fatigue und die Schmerzen zu stark sind. Einfacher Einstieg ins Bett. Tolles Bad. 

Wir sind ihn probegefahren. 

An der Stelle muss ich wohl erklären, dass mein Körper und bestimmte Vibrationen spinnefeind sind. Ich kann weder Bus noch Bahn noch Schiff noch Fähre noch Gondel fahren und die meisten Probefahrten mit normalen PKWs hatten nur ein Ergebnis: Ich konnte nicht mehr laufen, hatte ein viel höheres Schmerzlevel als vor der Probefahrt und die Missempfindungen in meinem Körper feierten Party und plagten mich.

Bei diesem Campervan war nichts davon der Fall.
Ich konnte laufen – das ist immer ein sehr gutes Zeichen.
Alles war top.

Wir hatten geistig schon den Kaufvertrag unterschrieben.

Kurt liessen sich Details zeigen. 
Ich sah uns schon damit an den schönsten Orten stehen und die Natur geniessen.

Campervan

Bis ich drum bat, doch bitte als letzten Test den Kühlschrank einzuschalten.
Kühlschränke sind in Hotels oftmals meine Endgegner – das erste, was ich ausschalte, wenn ich in ein Hotelzimmer komme.
Der Campervan hat einen Kompressorkühlschrank.
Bin ich vor und nach der Probefahrt für meine Verhältnisse recht gut gelaufen. Nachdem der Kühlschrank ein paar Minuten lief, war selbst Stehen eine echte Qual. An Laufen musste ich erst einmal gar nicht denken.

Damit war die Idee eines Campervans gestrichen.
Denn: Eigentlich alle werden mit Kompressorkühlschränken ausgestattet.

Nächste Idee: Hybrid-Wohnmobil
Kompressorkühlschrank – an einem anderen Ort eingebaut. Nur das ändert nichts an den Vibrationen. 

… und so kam es, dass wir jetzt stolze Besitzer eines teilintegriertes Wohnmobils sind. Etwas, was ich mir anfangs nicht vorstellen konnte, nun aber scheinbar das perfekte Reisemobil für uns ist.

unser Travel Van Wohnmobil

Ich freue mich darauf, mit ihm die Welt zu erkunden.

Es fährt sich perfekt. 

Es hat alles, was wir brauchen.

Und es hat einen Absorberkühlschrank mit für mich keinen einschränkenden Vibrationen.

Das Titelbild zum Beitrag wurde mit KI erstellt.

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